Mir ist zu Ohren gekommen, dass es Bestrebungen gibt, eine alte Knuddels-Version aus der Zeit zwischen 2005 und 2008 – also aus der Phase, in der die Plattform ihre größte Popularität hatte – mithilfe von KI nachzuentwickeln.
Ich finde diese Idee äußerst spannend. Ziel wäre es, einen Chat-Client und einen dazugehörigen Server zu entwickeln, die das damalige Nutzererlebnis möglichst exakt nachbilden. Der Client soll optisch und funktional einer früheren Knuddels-Version entsprechen, während der Server die damalige Business-Logik möglichst originalgetreu implementiert. Natürlich würde das Projekt nicht mehr auf Java-Applets basieren, sondern auf modernen Technologien wie React, TypeScript und WebSockets.
Ein mögliches Vorgehen könnte aus folgenden Schritten bestehen:
- Definition der Idee und der Rahmenbedingungen, die unbedingt eingehalten werden müssen.
- Festlegung, welche Funktionen, Abläufe und Eigenheiten möglichst exakt reproduziert werden sollen.
- Erstellung einer sehr ausführlichen Spezifikation beziehungsweise eines umfangreichen Prompts. Dieser könnte durchaus mehrere Dutzend Seiten umfassen und neben den funktionalen Anforderungen auch das Verhalten der Oberfläche, typische Dialoge, Fehlermeldungen und viele kleine Details beschreiben.
- Anreicherung mit Screenshots, Videos, alten Dokumentationen und weiteren Referenzen, um das ursprüngliche Erscheinungsbild und die Bedienung möglichst präzise zu erfassen.
- Auswahl eines geeigneten KI-Agenten und eines leistungsfähigen Sprachmodells.
- Iterative Entwicklung mit regelmäßigen Tests und Vergleichen mit dem historischen Vorbild.
Besonders reizvoll ist dabei, nicht nur die Optik, sondern auch das damalige Verhalten und die vielen kleinen Details nachzubilden, die Knuddels so einzigartig gemacht haben. Dazu gehören beispielsweise die Channel-Struktur, private Nachrichten, Freundeslisten, Profile, Smileys, Spiele, Moderationsfunktionen, Popup-Fenster, die Menüführung und zahlreiche Eigenheiten, an die sich langjährige Nutzer bis heute erinnern. Ziel wäre dabei ausdrücklich keine Neuinterpretation, sondern eine möglichst exakte Rekonstruktion des damaligen Zustands – allerdings auf Basis moderner Technologien.
Aktuell halte ich die vollständige Umsetzung eines solchen Projekts noch für eingeschränkt praktikabel. Die leistungsfähigsten Modelle wären zwar grundsätzlich bereits in der Lage, große Teile davon zu unterstützen, allerdings sind sie durch Nutzungslimits begrenzt und für umfangreiche Projekte noch vergleichsweise teuer. Zudem ist die Generierung größerer Softwaresysteme nach wie vor fehleranfällig und erfordert menschliche Kontrolle.
Aufgrund der rasanten Entwicklung im Bereich der KI rechne ich jedoch damit, dass solche Projekte schon in naher Zukunft deutlich einfacher und vor allem bezahlbarer werden. Die Qualität der Modelle steigt kontinuierlich, während die Kosten tendenziell sinken. Ich werde einen entsprechenden Versuch auf jeden Fall unternehmen, sobald die Rahmenbedingungen dafür günstiger sind.
Die Vorarbeiten lassen sich jedoch bereits heute erledigen. Eine detaillierte Spezifikation, die Sammlung von Screenshots und Videos sowie die Definition der gewünschten Funktionen werden auch in Zukunft wichtige Grundlagen bleiben. An der grundsätzlichen Vorgehensweise dürfte sich daher wenig ändern.
Ich halte es durchaus für realistisch, dass man in einigen Monaten oder wenigen Jahren mithilfe leistungsfähiger KI-Systeme komplette historische Software nahezu originalgetreu rekonstruieren kann. Was heute noch sehr aufwendig und teuer erscheint, könnte schon bald ein Projekt sein, das von wenigen Personen oder sogar Einzelpersonen umgesetzt werden kann.
Was haltet ihr von der Idee? Hätte jemand Interesse, sich daran zu beteiligen?
Man könnte beispielsweise ein gemeinsames GitHub-Projekt anlegen, in dem wir zunächst sämtliche verfügbaren Ressourcen sammeln: Screenshots, Videos, alte Dokumentationen, Erinnerungen an bestimmte Funktionen und alles, was zur Rekonstruktion hilfreich sein könnte. Parallel dazu könnte man gemeinsam eine möglichst detaillierte Spezifikation beziehungsweise einen umfangreichen Prompt ausarbeiten, der als Grundlage für die spätere KI-gestützte Entwicklung dient.
Wer Interesse hat, mitzuwirken – sei es durch Erinnerungen, Material, technische Unterstützung oder einfach nur durch Feedback –, kann sich gerne melden. Ich denke, dass ein solches Projekt vor allem als Gemeinschaftsprojekt gute Chancen hätte, das Knuddels-Gefühl der Jahre 2005 bis 2008 möglichst originalgetreu wieder aufleben zu lassen.











Veranschaulichung 1: Undergroundforum
Nebenstehend gebe ich exklusiven Einblick in die Kosten dieses Projekts. Dieses Projekt ist untergeordnet, es existieren nämlich noch weitere, die es zu Betreuen gibt. Die Kosten übernehme ich einmal jährlich und halten sich aufgrund der doch zahlreichen Domainnamen und des leistungsstarken Servers echt in Grenzen. An dieser Stelle kann ich auch einen Serverwechsel bekannt geben: Ich werde in Kürze den Server wechseln. Aus Amerika geht es endlich wieder in die EU, nämlich in die Niederlande. Das bedeutet eine extreme Verbesserung in Sachen Geschwindigkeit. Die Wiki war unter den alten Umständen manchmal brechend lahm, deswegen muss der Wechsel her. Die Kosten rechts sind entsprechend mit einkalkuliert.
MySQL zu MariaDB hat sich unser Arbeitsspeicherverbrauch fast halbiert. Aber nicht nur das war ein Grund zum Wechseln, der eigentliche Hauptgrund war die Geschwindigkeit. Unsere Seiten laden nicht irgendwie ein paar Nanosekunden schneller, sondern spürbar schneller. Dies macht sich insbesondere bei der Wiki bemerkbar. Wikipedia hat dieses Jahr diesen Wechsel 
… Denke ich mir jedes Mal, wenn ich über ein Geburtsdatum stolpere, wo zusätzlich noch das entsprechende Alter heraus berechnet wird. Dieses Alter wird aus dem Datum in 99,9% aller Fälle serverseitig mit PHP berechnet. Zwar ist das auch clientseitig relativ leicht mit Java-Script möglich, wird aber grundsätzlich nie gemacht, wozu wir zum Titel dieses Blogposts kommen. Die bekannte
Zur Publikation – der öffentlichen Beta – dieses Projekts kommt es, wie es momentan aussieht, im Sommer. Es sind bereits genügend Inhalte verfügbar. Lediglich erweckt sie noch einen etwas unfertigen Eindruck, was durch fehlende, eigene Modifikationen ausgelöst wird. So fehlt beispielsweise ein einzigartiger Header und Banner, wir sind aber bereits mit einem Grafiker im Gespräch. Weiter muss man sich für ein Design entscheiden, falls nicht das klassische Wikipedia-Theme bleiben soll.